Sind Frauen nur gute Mütter, wenn sie sich für ihre Familie vollkommen aufopfern?

10:19

 Meine Lieben,


ich habe heute einen ganz besonderen Gast! Es ist eine echte Beauty Mami, die ich euch mit großem Vergnügen vorstellen möchte. Ihr Blog ist genau so hinreißend wie sie und auf jeden Fall einen Besuch wert.
I
ch bin jetzt still und überlasse Katrin das Wort... ;)

 
Hallo, mein Name ist Katrin und wenn ich nicht in Elternzeit bin arbeite ich als PR-Beraterin in einer Hamburger Agentur und betreue verschiedene Kunden aus dem Lifestylebereich. Im Rahmen meiner Arbeit habe ich viel mit Bloggern, vor allem Mama-Bloggern gearbeitet und als mein Sohn im Dezember zur Welt kam und die ersten chaotischen Wochen überstanden waren packte es mich, es mit dem bloggen auch zu probieren. Mein Blog www.momsstyle.de ist mein zweites Baby, hier tobe ich mich kreativ aus und schreibe mir die Themen von der Seele, die mich aktuell beschäftigen. 


Sind Frauen nur gute Mütter, wenn sie sich für ihre Familie vollkommen aufopfern?  

Gerade las ich einen Artikel, in dem die Zeitschrift Brigitte MOM hart kritisiert wurde, weil sie ein zu egoistisches Bild der heutigen Mütter zeichne. Davon angeregt fragte ich mich, ob es auch 2014 noch ein Merkmal einer "guten" Mutter ist, wenn sie sich ausschließlich in den Dienst ihrer Familie stellt und sich selbst vollkommen zurücknimmt. Ist es so verwerflich auch als Mutter mal egoistisch zu sein? Mit der Geburt unseres Kindes geben wir unser "ich" doch nicht am Kreißsaal ab. 

Ich betreue unseren Sohn 5 Tage die Woche, ich bin ja auch in Elternzeit. Aber sobald mein Mann abends nach Hause kommt übernimmt er im Wesentlichen. Am Wochenende werden die Nachtschichten fair zwischen uns aufgeteilt und ein Besuch beim Friseur ist für mich genauso drin, wie ein Nachmittag mit einer Freundin in der Therme. Mein Kind hat schließlich auch einen Vater (hier seien mal alle Fälle, in denen leider kein Vater präsent ist ausgenommen, dass das eine andere Nummer ist verstehe ich). Und ansonsten kommt der Zwerg eben mit, Ikea, HNO-Arzt, Freundinnen treffen und sogar zur Maniküre war der Kleine schon mit. Ist das egoistisch? Ich finde nicht, denn das ist nun mal mein/ unser Leben.
Ich liebe meinen Sohn und meine Familie über alles, aber ich liebe auch noch mich selbst. Ich finde es nicht schlimm zu sagen, dass ich mich nicht für meine Familie aufopfere. Ich gebe alles und tue alles, damit es meinen Lieben gut geht, meine Familie hat oberste Priorität, aber ich tue eben auch etwas dafür, dass es mir gut geht. Bin ich deshalb eine schlechtere Mutter? Ich denke nein, aber eines bin ich mit Sicherheit: eine glücklichere Mutter.

 Wenn meine Grenze erreicht ist rufe ich um Hilfe, sei es vom Mann, Mutter, Schwiegermutter, Bruder, wem auch immer. Ich bin der festen Überzeugung, dass mein Kind ein glückliches Kind ist, wenn ich es auch bin. Die Qualität des Mutterseins hängt nicht davon ab, wie viel Zeit man mit dem Kind auf dem Spielplatz verbringt, ob das Pausenbrot selbst gebacken ist oder ob die Mutter sich persönlich vollkommen hintenan stellt und sich für ihre Familie aufopfert. Denn wem ist damit geholfen, wenn Mama auf dem Zahnfleisch geht, weil es einfach zu viel ist? -Niemandem. Im Zweifel bleibt die Wäsche eben ein paar Tage länger liegen, dafür ist Mama aber geduscht und hatte während des Mittagsschlafs der Kleinen Zeit die aktuelle Gala zu lesen. Das ist doch auch was wert.

Ich denke eine gute Mutter ist eine, die auch auf sich selbst achtet, die ab und an egoistisch ist und die neben ihrer Rolle als Mutter auch noch andere Interessen hat und neben all dem "wir" auch ein "ich" ist. Und dieses "ich" ist ein wunderbares Vorbild für unsere Kinder, die mit einer Mutter aufwachsen, die zufrieden ist und die ganz für sich, ein eigenständiger, interessanter Mensch geblieben ist. Was können wir unseren Kindern mehr für`s Leben mitgeben?

 P.S.: Das selbst gebackene Brot werden unsere Kinder vermutlich weniger in Erinnerung behalten als das Bild ihrer glücklichen Mutter, oder?!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen